Montag, 9. Mai 2011

Wander, Campen und der Osterhase


Die Natur Tasmaniens kann man erst beim Wandern richtig greifen und desshalb sind Kate und ich auch zusammen den Cradle Mountain hochgestiegen. Ungefähr 1500 Höhenmeter und 8 Stunden hin-und-zurück muss man rechnen, aber wir hatten uns das beste Wetter ausgesucht, denn die Sonne strahlte wie verrückt..und das passiert nur ca. 60 Tage im Jahr...sagte mir Maire, die Jahrelang als Guide dort gearbeitet hat. Da hatten wir nun das superglück und haben es auch geschafft, trotz fast untergehen ( ich) und großer Party ( Kate) am Vortag. Den Rest erzählen die Bilder....mehr gibt es nichts zu sagen.

kate and me






up the summit

Wombats ;-)


An Ostern heisst es in Australien: Campen, campen und nochmals campen..niemand bleibt zuhause. Wir also am Donnerstag Abend schön bei deutschem Essen ( Bratwurst, Sauerkraut, Linsen und Kartoffelpuffer mit Apfelmus..ich weiss passt alles irgendwie nicht zusammen...war aber das beste was ich zaubern konnte..und es hat allen geschmeckt :-) ) auf den letzten Arbeitstag, meinen letzten Tag in Boat Harbour Beach und auf die Tatsache dass wir alles zusammen campen fahren ( es hatte niemand wirklich was organisiert) angestoßen. Ja, und am nächsten morgen ging alles ganz schnell, alles ins Auto rein was geht, die anderen einsammeln und ab an die Ostküste. Hannah war schon vor Ort und hatte das Taj Majal schon aufgebaut, unsere Residenz für die nächsten 3 Tage und wir mussten uns nur noch im Zelt breit machen und die wer-liegt-wo-Frage klären. Als wunderschönen Campingplatz haben wir uns die Friendly Beaches im Freyginet Nationalpark ausgesucht, direkt am Meer und für Umme..besser geht’s nicht! Es folgten ein paar herrliche Tage mit Wandern: zu 8. die Hazards Off-track bezwungen und überlebt..und ich sage überlebt weil wir 2 Abseilteile des Tracks umklettert haben..wobei der 2. im ca. 35 Gradwinkel geradewegs in den Abgrund lief...und uns der Wind fast vom Berg geweht hat. Aber wir haben es alle geschafft dort hinunter...und leider auch wieder hinauf zu kommen nachdem wir umdrehen mussten weil die 3. Abseilteil nicht umgehbar war. Dieser Tag wurde mit Austern und einem Bier direkt am Meer belohnt..und ich denke jeder hat ein kleines Dankeschön ans Universum und an Dave ( der Beste und Geduldigste Führer aller Zeiten) losgeschickt.
Schnorcheln: Josh und Rob haben uns Abalonies ge...ähh..ja...gefangen? ...oder geerntet? Hmm, das sind riesenmuscheln..ja keine Ahnung wie man sagt wenn man die von Ihrem Felsen abkratzt..also auf jeden Fall richtig teure riesenmuscheln..eine Delikatesse in China ( und für ca. 100 $ pro Stück dorthin verkauft) die man in Stücke schneidet und mit Knoblauch anbrät und ein bisschen Zitrone geniesst...sehr lecker!
beschwerlicher Aufstieg


sogar im Rock wird geklettert




der schwierigste Part


alle wieder heil unten angekommen

Blick von unserem Zeltplatz

Bier und Austern als Belohnung

Im Sand spielen: Mal wieder Kind sein und ein U.F.O. In den Sand einbauen.



Oder aber: dem Osterhasen hinterher jagen: der hatte uns nämlich gefunden und uns lauter kleine Zettelchen hinterlegt damit wir seine Schokie-eier auch alle finden.





Zum Schluss sind Josh und ich noch nach Hobart gefahren...er um seine Schwester zu besuchen und ich um Mona zu sehen, DIE Kunstgalerie überhaupt zu besuchen. Und tatsächlich, so ein Ding erwartet man in NY oder London...aber nicht in klein Hobart. Sehr interessante Architektur und sehr verstörende Kunst..ich hatte das Gefühl dass alles was in irgendeiner Weise schocken konnte, gepaart mit unheimlichen Sounds und Lichteffekten, gekauft wurde und so musste ich auch nach 2 Stunden wieder raus...da hatte es schon gereicht. Die Stadt im Gegenteil dazu war richtig süß, und gepaart mit Sonnenschein genau das Richtige nach dem Kunstbunker.



Und schon war er da: der letzte Tag in Tasmanien, traurig aber wahr! Nach einer schönen Fahrt von Hobart zurück nach Bernie saß ich noch bei Alice auf dem Balkon mit Bierchen in der Hand mit Blick aufs Meer und netten Weibergeschwätz. So muss es sein!

Habs noch geschafft den Van zu putzen und schön herzurichten...den am nächsten Tag sollte ja schon Navina mit einziehen..aber dazu später.
Abends wurde ich zum Essen ausgeführt..und es waren alle da...und so endete mein Tasmanienaufenthalt wie er angefangen hatte...mit Campen und einem Date-dinner ;-)
Das schöne ist dass ich richtig gute Freunde gewonnen habe..und so war ich zwar traurig zu gehen..freute mich aber schon tierisch auf den nächsten Abschnitt der Reise: Melbourne, die Great Ocean Road und die lange Fahrt nach Perth mit Navina.
Watch out Australia: Junglejulia und Stuntman Mike on Tour!

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