Mittwoch, 15. Dezember 2010

Maori Sagen

Eigentlich hätte das hier ganz am Anfang meines Blogs kommen müssen...aber jetzt bin ich ja eine Weile im Land und habe viele Sachen gelernt.
Unter anderem dass die ersten Bewohner die ca. 1300 n. Chr. in Neuseeland eingetroffen sind, die Maori waren, die aus Polynesien rübergesegelt sind.
Die Maoris haben eine sehr interessante Kultur und es ist schön zu sehen dass sie überall mit einbezogen wird. Die Hauptsprachen auf Neuseeland sind Englisch und Maori, und obwohl die Maoris nur 17% der Bevölkerung ausmachen, wird die Kultur in vielen Mischehen und auch bei den Pakeha ( heißt Fremde und bezeichnet die weißen Einsiedler( nicht negativ)) sehr lebendig ausgelebt.

Schöpfung der Welt

Die Maori Sage zur Entstehung der Erde liest sich ein bisschen wie die Griechische Mythologie.
Aus dem Ur-Nichts Te Kore ( Chaos, Nichts) stiegen Ranginui, der Himmelsvater, und Papatuanuku, die Erdmutter auf.
Zahlreich waren ihre Nachkommen, vor allem die Großen Götter: Haumia Tiketike, gott der Farnwurzeln und aller Waldfrüchte, Rongo, Gott der Kumara (eine Art Süßkartoffel) und der Feldfrüchte, tu Matauenga, Gott des Krieges, Tangaroa, Gott der Meere und allen Lebens darin, Tawhirimatea, gott der Winde, und Tane Mahuta, Gott des Waldes.
Lange Jahrhunderte debettierten die Brüder ob man die eltern trennen und Licht in das noch währende Dunkel lassen sollte.Tawhirimatea war dagegen und zog sich gen Himmel zurück, wo er seinem Groll mit Blitz und Donner noch immer Ausdruck verleiht.
Tane Mahuta war derjenige dem es gelang die feste Umarmung seiner Eltern zu lösen, in dem er sich mit den Schultern gegen seinen Vater und mit seinen Füßen gegen seine Mutter lehnte. So kam Licht ins Dunkel und das Leben konnte sich ausbreiten. Ranginuis Tränen ob der Trennung füllten die Meere, und bis heute zeugen Dunst, Tau und Regen von dem Kummer der beiden.

Unter all den Göttern hab es auch viele Halbgötter.
Einer dieser Halbgötter, Maui-Tikitiki-a-Taranga war ein ganz gewiefter Kerl der ganz hinterlistig die Sonne einfing damit sie länger am Tag scheint und den Ruf eines Schlitzohres hatte. Er war ausgestattet mit dem mächtigen Kiefer seiner Großmutter und zog aus die Welt zu zähmen.. Aufgrund seiner Verschlagenheit fuhren Mauis Brüder oft ohne ihn zum fischen und ließen ihn zurück. Einer Morgens aber stahl er sich heimlich in das Boot und gab sich erst weit draußen zu erkennen. Er versprach ihnen einen größeren Fang wenn sie weiterfuhren bis sie schließlich weit jenseits der üblicherweise von ihnen aufgesuchten Fischgründe waren und den Anker warfen. Innerhalb kürzester Zeit füllten die Brüder ihr Kanu mit Fisch, doch Maui war auf einen ganz anderen Fang aus. Er warf seinen Angelhaken aus ( mit einem Splitter von Großmutters Kiefer ausgestattet) und benetzte ihn mit seinem eigenen Blut als Köder. Schon bald hatte er einen fantastischen Fisch am Haken der sich weit in die Ferne ausdehnte.Durch die Beschwörung einer Zauberformel brachte Maui den Fisch dazu, ruhig auf der Oberfläche liegen zu bleiben, wo er zur Nordinsel wurde, die auch als Te ika a Maui, der Fisch von Maui , bekannt ist..
Während Maui zu den Göttern ging um Ihnen ein Opfer darzubringen, begannen die Brüder den Fisch aufzuschneiden und von ihm zu essen, so entstanden Berge und Täler an der Oberfläche. Passend zur Legende wird die Südinsel oftmals Te waka a Maui, das Kanu von Maui genannt und Steward Island als der Anker, Te punga a te waka a Maui, bezeichnet.

So, das war etwas Information zur Mythologie..hoffe es gefällt euch.

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