Montag, 20. Dezember 2010

Wellington, die Hauptstadt

2 Tage in der Hauptstadt, das sollte doch genügen um alles zu sehen was sehenswert ist.
Sprachen wir und haben die erste Fähre von Picton nach Wellington um 6.30 Uhr morgens genommen.
Das wir aber total verkatert und übermüdet sein würden, nun ja, das haben wir nicht bedacht. War ja auch nicht beabsichtigt...aber Samstag Abend in Picton, na da haben wir gedacht gehen wir doch mal ein bisschen aus. Da die ganzen Kneipen aber leer waren ( um halb 10) wollten wir schon wieder nachhause ..ähhem, also in unseren Camper, gehen, als wir um die Ecke laut Musik hörten.Und tatsächlich, da haben sich doch alle eingefunden, weil es Livemusik gab. Also rein, Bierchen und ein Gespräch hier und da, Applaus, noch ein Bierchen, ohh, wir gehen noch in den Irish Pub, kommt doch mit. Also dort auch noch ein Bierchen...und um halb 2 Nachhause.
Also, ihr seht: ich bin nichts mehr gewöhnt nach 4 Wochen Abstinenz, nach 3 Bierchen und nur 4 Stunden Schlaf ging bei mir gar nichts mehr.
Ich hab mich dann einfach in der Fähre auf den Boden gelegt und dort geschlafen, hat aber auch nichts geholfen.


Bye bye Southisland...blick auf die Marlborough sounds

Am Ende sind wir total verpeilt in Wellington rumgelaufen, haben aber immerhin den Botanischen Garten besucht und das Kino gefunden.


Der 2. Tag war dagegen ein voller Erfolg, ich habe ihn eigentlich mit kleinen Pausen nur im Te Papa verbracht, das Nationalmuseum Neuseelands. Dort ziemlich viel über die Topographie, Landschaften und Kultur gelernt. Man könnte dort Tage verbringen.



Am besten hat mir die Geschichte mit dem Kiwi gefallen. Das ist der Nationalvogel Neuseelands und leider vom aussterben bedroht.
Tane Mahuta, der Gott des Waldes brauchte am Boden des Waldes einen Vogel der die ganzen Würmer und Käfer frisst damit seine Bäume wachsen.
Also ging er los und fragte die verschiedenen Vögel: Der kleine Cocoo war zu beschäftigt damit Nester zu bauen, also sagte er ab.
Er fragte den Weka, der war sich aber zu fein und wollte keinen nassen Füße bekommen und sagte nein.
Tane Mahute ging zum Tui, ein anmutiger schwarzer Singvogel, dieser hatte aber Angst vor der Dunkelheit und sagte er könnte diese Aufgabe nicht übernehmen.
Der Uhu bevorzugte es im Hellen zu fliegen und nicht in die Dunkelheit des Unterholzes zu verschwinden.
Schon ganz verzweifelt redete er mit dem Kiwi , der ohne zu zögern ja sagte.
Te Mahute atmete auf und sprach zu ihm: „ Bist du dir ganz sicher, denn wenn du diese wichtige Aufgabe übernimmst heißt das auch dass dein schönes Gefieder sich Braun verfärben wird damit du in deiner Umgebung nicht auffällst.Dein Schnabel wird sich verlängern damit du gut riechen kannst und tief in die Erde hineinkommst. Du wirst kräftige und große Krallen bekommen, damit du die Erde besser umgraben kannst.
Und du wirst nie wieder Fliegen.
Willst du immer noch ja sagen?“
Der Kiwi zögerte keine Sekunde und übernahm den Job.
Te Mahute ging zurück zu den anderen Vögeln und begann sie dafür zu bestrafen weil sie ihm nicht helfen wollten.
Der Cocoo sollte nie wieder eigene Nester bauen und musste seine Eier in fremde Nester legen.
Der feine Weka sollte ab sofort im Sumpf leben. Der Tui bekam 3 weiße Federn an den Hals gelegt die ihn für immer als einen Feigling markieren sollten.
Und der Uhu sollte aber sofort nie wieder bei Tageslicht fliegen.



Die Neuseeländer sind so stolz auf den kleinen Kiwi dass sie sich selber nach ihm benennen und alles dafür tun damit er nicht ausstirbt.

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